Teil eines Werkes 
1. Band (1835)
Entstehung
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Zuweilen erſchauten meine gierigen Augen ganze Waßerſeen, deren wirkliches Daſeyn mir ſo ge⸗ wiß daͤuchte, daß ich aufſtand und fortſchwankte, um ſie zu errreichen, bis ich vor Erſchoͤpfung niederſank. Zu andern Zeiten erblickte ich Baͤume in einiger Entfernung, konnte das Schwanken der Akazien⸗Zweige im Luftzuge unterſcheiden; eilig wollte ich mich in ihren Schatten bege⸗ ben, und kam zu einem kleinen, halbverdorrten Strauche, den meine Einbildungskraft ſo ver⸗ groͤßert mir darſtellte. 1n In dieſer Art ward ich waͤhrend dieſes ſchrek⸗ kenvollen Tages gequaͤlt und getaͤuſcht— noch jezt verfolgen ſeine Schauer mich in meinen Traͤumen. Endlich ward es Nacht und das Flimmern der Sterne am Firmamente diente mir als Zeichen, meine Reiſe fortzuſezen. Tuͤch⸗ tig trank ich aus meinem Schlauche, und be⸗ gann meine einſame Wanderung. Der Weg war durch Gebeine von Kameelen und Roßen bezeichnet, die fruͤher durchgezogenen Kara⸗ vanen angehoͤrend, in der Wuͤſte umgekommen waren; als der Tag grauete, erblickte ich das Schloß Akaba in geringer Entfernung.