Teil eines Werkes 
3. Theil (1835)
Entstehung
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Ihre hohlen Wangen, die wild⸗ſtierenden

Augen, die einſt ſo reizend aufblickten, be⸗ zeugten nur zu deutlich die Wahrheit.

Marie, ſprach ich,ſez' Dich zu mir; Du weißt, was die Bibel ſagt: Truͤbſal iſt ein nuͤzlich Ding fuͤr uns.

Ja, ja, ſchluchzte Marie,ich verdiene

Alles, was ich leide, und ich beuge mich in

Demuth. Aber werde ich nicht zu hart beſtraft? Klagen wih ich nicht, doch es iſt mehr, als ich ertragen kann; wenn ich bedenken muß, daß ich ihn um ſein Leben brachte, der mich ſo liebte!?

Du haſt ihn nicht umgebracht, Marie. Ja, ja; mein Herz ſagt mir's, daß ich es

that.

Und ich ſage Dir, Du thateſt es nicht.

Sprich, Marie, ſo furchtbar die Zuͤchtigung iſt, wuͤrdeſt Du nicht dankbar die Ruthe kuͤſ⸗ ſen, wenn ſie Dich von Deiner unſeligen Ge⸗ muͤthsneigung heilte und Dich tauglich; machte, eine gute Frau zu werden? Daß ich geheilt bin, kann ich mit voller Ueberzeugung verſichern; aber mein Tod iſt auch eben ſo gewiß wie ſeiner; ich wuͤnſche auch nicht zu leben in wenigen kurzen Mo⸗ naten hoffe ich an ſeiner Seite zu ruhen.