— 37— bracht und in einem Nebenhauſe verſchloßen. In einer vierſpaͤnnigen Poſtchaiſe, auf Koſten des Staates, kam der Todtenbeſchauer ange⸗ fahren; die Geſchworenen wurden beſtimmt, meine Ausſage ward vernommen, Wundaͤrzte und Apotheker kamen von nahe und ferne herbei um ihre Meinung abzugeben, und nach vielem Pruͤ⸗ fen, Eroͤrtern und Widerlegen lautete der Aus⸗ ſpruch des Todtengerichtes dahin,„ſie ſey an Gottes Heimſuchung verſtorben.“ Weil das nun in anderer Wortfuͤgung ſagen will, daß„Gott allein wiße, wie ſie ſtarb,“ ſo ward dieſer Aus⸗ ſpruch nem. con angenommen und befriedigte allgemein. Die ganz außerordentlichen Umſtaͤnde wur⸗ den mit den gehoͤrigen Vergroͤßerungen uͤberall hinverbreitet, und Tauſende draͤngten ſich zum Werfthofe, um die Wirkung eines Selbſt⸗ verbrennens zu beſchauen. Der Eigenthuͤmer faßte ſogleich den Gedanken auf, daß er die oͤffentliche Neugierde zu meinem Nuzen gebrau⸗ chen koͤnne. Ein Teller mit etwas Silber⸗ und Goldmuͤnze ward zu den Fuͤßen der Flocken⸗ matraze meiner Mutter hingeſtellt; mit großer Schrift las man oben daruͤber geheftet:„Zum Beſten der Waiſe;“ eine Menge von Schillin⸗ A nla..1. C.Rcmne 38
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