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„Wie! gar keine Verwandte am Lande?“
„In meinem Leben bin ich ſonſt noch nis an's Land gekommen.“
„Weißt Du, daß Du eine e huͤlfloſe Waiſe biſt? 2 ⁴
„Was iſt das?“
„Daß Du nicht Vater noch Mutter haſt;“
ſprach die Kleine. „Wohlan,“ erwiederte ich mit den Worten meines Vaters, weil ich keine paßendere Ant⸗ wort wußte,„weinen hilft nicht; was geſche⸗ hen iſt, kann man nicht aͤndern.“
„Aber was denkſt Du jezt zu machen?“ fragte der Eigenthuͤmer, der mich in Folge mei⸗ ner eben gegebenen Antwort ſcharf anblickte.
„Das weiß ich nicht, gewiß nicht. Nimm's kaltbluͤtig;“ erwiederte ich und weinte.
„Welch ein ſonderbarer Knabe!“ ſagte die Dame;„kennt er den ganzen Umfang ſeines Ungluͤcks?“
„S'naͤchſte Mal mehr Gluͤck, Dame;“ er⸗ wiederte ich, meine Augen mit der umgekehr⸗ ten Hand trocknend. 3
„Welche ſonderbare Antworten von einem Kinde, das ſo viel tiefes Gefuͤhl verrieth,“ be⸗


