Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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erregend erſchien, weil ich daran gewoͤhnt wor⸗ den war ihr allmaͤliges Aufſchwellen zu gewahren ohne daß es mir beſonders aufgefallen waͤre, zumal da ich andere Frauenzimmer nur in der Entfernung ſah. Waͤhrend der lezten zwei Jahre hatte ſie ihr Bett nur ſelten verlaßen ganz gewiß kroch ſie in einer ganzen Woche nicht fuͤr fuͤnf Minuten aus der Kajuͤte hervor ihre ungemeine Dicke und ihr fortgeſeztes Betrun⸗ kenſeyn machten ſie unfaͤhig dazu.

Einmal im Monate ging mein Vater fuͤr eine Viertelſtunde an's Land, um Genever, Tabak, geraͤucherten Heering, und verdorbenen Schiffszwieback zu kaufen; dieſer lezte war meine hauptſaͤchliche Nahrung, ausgenommen wenn ich uͤber der Schiffswand einen Fiſch fangen konnte, waͤhrend wir vor Anker lagen. Dieſer⸗ halb war ich ein ſtarker Waſſertrinker, nicht ganz aus Wahl, ſondern der ſalzigen Beſchaf⸗ fenheit meiner Nahrung wegen, und weil meiner Mutter immer noch Beſinnung genug uͤbrig geblieben war, um anzudeuten,daß Genever fuͤr kleine Jungen nicht tauge. Mit meinem Vater war aber eine große Veraͤnderung vor⸗ gegangen; mir war die Sorge fuͤr das Verdeck faſt allein uͤberlaßen, ſelten kam er anders