Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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15.

Nimm's kaltbluͤtig, entgegnete mein Va⸗ ter.

Die Mutter gerieth in Wuth und wiederholte zweimalnimm's kaltbluͤtig! nimm's kalt⸗ bluͤtig! Ja Du biſt dafuͤr Alles kaltbluͤtig zu nehmen, ich denke wenn ich uͤber Bord fiele wuͤrdeſt Du's auch kaltbluͤtig nehmen!

Du wuͤrdeſt das auf jeden Fall, kalt neh⸗ men, erwiederte mein unerſchuͤtterlicher Vater. O Gott! o Gott! weinte meine arme Mutter;zwei Kinderchen, und Beide verloren. S'naͤchſtemal mehr Gluͤck, hob mein Vater wieder an,alſo ſprich nicht mehr davon, Sally.

Eine Zeitlang fuhr mein Vater fort ſeine Pfeife zu rauchen, und meine Mutter ihre Augen zu trocknen, bis jener, der in der That ein gutherziger Mann war, zulezt ſich von der Lade erhob, auf welcher er geſeßen hatte, zum Schenkſchranke ging, eine Theetaße mit Ge⸗ never anfuͤllte und meiner Mutter dieſe reichte. Dies war guͤtig von ihm, und meine Mutter ließ ſich durch Guͤte gewinnen. Es war eine Spende dargeboten in reinem Geiſte und entge⸗ gen genommen im Geiſte der es bot. Nach einigen Wiederholungen, die deshalb nothwen⸗