Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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ſtall um zu ſehn, ob er vielleicht neben dem großen Hunde ſchliefe aber Joſt war nirgend zu finden.

He! was kann aus Jeſt geworden ſeyn? rief meine Mutter mit muͤtterlicher Beſorgniß auf ihrem Geſichte, dem Vater zu, als ſie zuruͤck in die Kajuͤte eilte. Mein Vater ſprach nicht, nahm aber ſeine Pfeife aus dem Munde, ſenkte den Kopf derſelben in perpendikulaͤrer Richtung hinab bis dieſer ſanft die Verdeckplanke beruͤhrte, ſteckte ſie dann wieder in den Mund, und paffte traurig. Was, meynſt Du zu ſagen, daß er uͤber Bord iſt? kreiſchte meine Mutter.

Mein Vater nickte mit dem Kopfe, und paffte in vermehrter Eile fort. Ein Strom von Thraͤnen, von Ausrufungen und von Vorwuͤrfen, folgte dieſer karakteriſtiſchen Ankuͤndigung. Mein Vater geſtattete der Mutter ſich voͤllig zu er⸗ ſchoͤpfen. Als ſie zu Ende gekommen war, hatte auch ſeine Pfeife ihr Ende erreicht, er klopfte

die Aſche aus und bemerkte ruhig:Weinen

hilft nicht; was geſchehn iſt, kann man nicht aͤndern, dann ſtopfte er auf's Neue.

Hilft nicht! kreiſchte meine Mutter;aber geholfen haͤtte werden koͤnnen.