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trank ſie, vom Morgen bis zum Abend, denn Gewohnheit hatte ihnen Beiden dies zu ihrem Daſeyn faſt nothwendig gemacht. Jederzeit war die Pfeife zwiſchen ſeinen Lippen, unablaͤßig das Glas an den ihrigen. Trozig haͤtte ich
jegliche Kaͤlte herausgefordert in ihre Magen
zu dringen;— doch von meiner Mutter habe
ich fuͤr jezt genug geſagt, und gehe zu meinem
Vater uͤber.
Der war ein aufgedunſener, rundbaͤuchiger,
langarmiger, kleiner Mann, vortrefflich geeignet
zu ſeiner Stellung in, oder vielmehr außerhalb
der menſchlichen Geſellſchaft. Einen Lichter ver⸗ ſtand er zu fuͤhren, ſo gut als irgend jemand; aber ſonſt konnte er auch nichts. Von Kindheit
an war er dazu erzogen. Nur meiner Mutter
wegen ging er an's Land und kam wieder an den Bord;— dies war das einzige bemerkens⸗ werthe Ereigniß ſeines Lebens.— Sein ganzes Vergnuͤgen gewaͤhrte ſeine Pfeife ihm; und
weil eine gewiße unerklaͤrliche Verknuͤpfung
zwiſchen Tabakrauchen und Philoſophie beſteht, war mein Vater durch fortgeſeztes Rauchen ein vollkommener Philoſoph geworden. Es iſt eben ſo ſonderbar als wahrhaftig, daß wir unſere Sorgen mit dem Tabaksrauch von uns


