Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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Hand, war ſie doch nicht immer auf den

Fuͤßen. Gegen das Ende des Tages legte ſie ſich auf ihr Bett nieder; eine weiſe Vorſicht, wenn Jemand nicht laͤnger zu ſtehen vermag. Die Wahrheit iſt, daß meine verehrte Mutter, wiewohl ihre Tugend unantaſtbar blieb, doch haͤufig vom ſtarken Geiſte verlockt ward, ja, daß ſo anhaͤnglich und getreu ſie meinem Vater war, ſie dennoch von dem hinterliſtigen Ver⸗ derber weiblicher Aufrichtigkeit vom Gene⸗ ver, verfuͤhrt und mit ihm im Bette gefunden wurde. In den Lichter, den man einem andern Edengarten haͤtte vergleichen koͤnnen, in welchem meine Mutter die Eva war, und mein Vater der Adam dem ſie die Genoßin ſeyn ſollte, kam dieſe Schlange welche ſie verſuchte; und wenn ſie nicht, ſo trank ſie, was noch viel ſchlimmer war. Im Anfange freilich und dies fuͤhre ich an um zu beweiſen wie der Feind den Zutritt jedesmal unter ſcheinbarem Vor⸗ wande gewinnt trank ſie nur um die Kaͤlte von ihrem Magen abzuhalten, was auch die feuchte Atmosphaͤre des ſie umgebenden Waſ⸗ ſers zu rechtfertigen ſchien. Aus eben dem Grunde griff mein Vater zu ſeiner Pfeife; aber zu der Zeit, als ich geboren war, ſchmauchte er und