Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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wollte man ihn unfreundlich aufnehmen) mit meinem Vater, meiner Mutter und mit des Leſers gehorſamen Diener. Mein Vater hatte die alleinige Leitung er war der Mo⸗ narch des Verdecks; meine Mutter war natuͤr⸗ lich die Koͤnigin und ich der muthmaßliche Erb⸗ folger.

Bevor ich ein Wort von mir ſelber ſage, bitte ich um Erlaubniß meine Eltern pflicht⸗ ſchuldigſt zu beſchreiben. Zuerſt will ich alſo meine Koͤnigin⸗Mutter ſchildern. Von ihr wird erzaͤhlt, daß als ſie zuerſt an den Bord des Lichters kam, eine leichtere Geſtalt und ein leichterer Gang nie von einer Schiffsplanke ge⸗ tragen wurden; ſo weit aber mein eigenes Ge⸗ daͤchtniß mich zuruͤckfuͤhrt war ſie ſtets ein fet⸗ tes, unfoͤrmliches Weib. Ortsveraͤnderung war nicht ihr Geſchmack wohl aber Gene⸗ ver. Selten verließ ſie die Kajuͤte, den Lich⸗ ter niemals; ein Paar Schuhe haͤtten ihr bei der geringen Abnuzung fuͤr fuͤnf Jahre genuͤgen 3 konnen. Bei dieſen ihren recht haͤuslichen Ge⸗ woohnheiten, die alle verheirathete Frauen ſich 4 aneignen ſollten, war ſie ſtets zu finden, wenn man ihrer bedurfte; aber wiewohl ſtets zur

lein Ausdruck der fehlerhaft erſcheinen wuͤrde