Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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Hauſe an, und unausgeſezt erwieſen hatte; lange Bekanntſchaft mit der ſuͤßen Milde ihres We⸗ ſens hatte meine Anhaͤnglichkeit an ſie der⸗ maßen beſtaͤrkt, daß ich mir bewußt war, mein Leben fuͤr ſie opfern zu koͤnnen. Doch den gan⸗ zen Umfang meiner Gefuͤhle fuͤr ſie hatte ich nie zuvor ſo erkannt, wie jezt, nun ich im Be⸗ griffe ſtand, ſie zu verlaßen, vielleicht auf im⸗ mer mich von ihr zu trennen.

Mein Herz verſank mir, als Herr Drum⸗ mond das Zimmer verließ; ein bitter pein⸗ liches Gefuͤhl durchzitterte es, als Madame Drummond's Geſtalt vor meinen Augen dahin⸗ ſchwand; jezt aber fuͤhlte ich unſaͤglich mehr Schmerz. Im voollen Bewußtſeyn meiner Qual zoͤgerte ich mit dem Thuͤrdruͤcker in der Hand; mein gepreßter Buſen ſtrebte nach Athem Thraͤnen, die in raſcher Folge meine Wangen herabliefen, erblindeten mich. Eine Minute mogte ich wohl in dieſem Zuſtande ge⸗ blieben ſeyn, als ich empfand, daß Sarah meine andere, bewegungslos hinabhaͤngende Hand erfaßte.

Jakob! wollte ſie ſagen doch bevor mein