164 Der alte Commodore.—
»Reg' Dich auf, Roſa! Hoͤrſt Du denn nicht? Mein Auguſtus iſt in Gefahr! Wir müſſen das Haus in Brand ſtecken, damit er in der Verwirrung entrinne. Fort, leere Deine Garderobe aus, wirf Betten und⸗ Vorhänge auf einen großen Haufen in den Korridor! Meinen die Narren, daß ſie uns wie Schafe für die Schlachtbank greifen können?«
Mehr todt als lebendig, that die arme Roſa, was ihr befohlen worden war. Am Ende des Ganges, der zu den Schlafgemächern führte, lag bald ein anſehnli⸗ cher Haufen Wäſche, Kleider und Betten, und ſonſtiger leicht brennender Gegenſtände. Als dieſe kehrung getroffen worden war, ſchob Rebekka die n en⸗ ſeit des Scheiterhaufens.»Geh jetzt, li Mäͤdchen,« ſagte die Aufgeregte,»Du biſt gutherzig, geiſtreich und ſchön, doch biſt Du nicht werth, Rein Schickſal und das meines Auguſtus zu theilen. Sobald das Feuer raſet, entrinne ich mit dem Geliebten.«
»Ich kann's nicht zugeben,“ ſagte Auguſtus.»Gieb mir das Licht— Ein Opfer genügt— Rebekka, ich befehle Dir, jenen Dolch wegzuwerfen— er gehört nicht in die Hand eines Mädchens.«
Reberka aber hörte nicht auf ihn, ſondern zeigte ſich als die Tochter ihres Baters. Statt aller Ant⸗ wort warf ſie das brennende Licht in die Wäſche, ſo daß augeublicklich eine Flamme aufloderte, und Alles umher ſich in dichten Rauch hüllte. Die Hitze und der Qualm waren zum Erſticken, ſo daß Auguſtus ſich ge⸗ n 3t ſah, mit Rebekka ſich in das Hinterhaus zu ziehen und dort alle Fenſter aufzureißen.
In dieſem Augenblicke rollte der W modore um die Parkeckt und ſad Flammen. 4 3
3 agen des Com⸗ Hinterhaus in


