Teil eines Werkes 
3. Theil (1838) Der alte Commodore : in drei Theilen / von Capt. Marryat, Verfasser des: "Peter Simpel," "Ardent Troughton," "der fliegende Holländer" [et]c. ; aus dem Englischen von Dr. G. N. Bärmann
Entstehung
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162 Der alte Commodore.

lig ſein, ſoll der Altar der Beſtändigkeit für uns hei⸗ ßen.

Wünſche nicht ſo Vorſchnelles zu thun, mein Au⸗ guſtus.« 4 »Nichts Vorſchnelles iſt es. Ich ſehne mich da⸗ nach, die alten Schauplätze unſerer Kindheitſpiele zu überblicken. Komm, komm, Rebekka! Was für Gefahr kann es bringen? Sähe es auch ein Diener oder ein Bauer was könnten ſie dazu ſagen, daß eine ſehr lange und ſehr anmuthige Dame auf Miß Bacuiſnart's Fenſterbalkon ſteht?«

»Auguſtus, Du ſiehſt nicht aus wie eine Dame, ob⸗ ſchon Du eine der reichſten Damenkleidungen in der Grafſchaft trägſt, und Dein dickes Haar«

Bedecke es, womit Du willſt, Bekky, nur laß uns auf den Balkon gehen. Die Sonne iſt im Sinken, und es iſt ſo wonnig, in die ſinkende Sonne zu ſchauen, auch wenn Traurigkeit ſich mit dem Wonnegefühl miſchte.

Wie konnte wohl Auguſtus vergebens bitten, wenn⸗

Gewährung in der Macht Rebekka's lag? Halb mit Lächeln, halb in Furcht ſtülpte ſie ihm eine Muſſelin⸗

haube auf den Kopf, und trat Hand in Hand mit ihm auf den Balkon. Sie zählten die Zeit nicht nach Mi⸗ nuten. Sie ſtanden da und tauſchten Gelübde aus; ſie waren ſo Eins vom Andern hingenommen, daß ſie nicht hörten, oder doch nicht darauf achteten, wie Un⸗ derdown ſein Fenſter unten zu wiederholten Malen ha⸗ ſtig aufriß, und es eben ſo haſtig wieder zuſchlug. Endlich wurden ſie doch aus ihrem Liebesrauſche aufgeſchreckt, denn ſie vernahmen Underdown's Donner⸗ ſtimme, welche rief:»Wer ſchleicht dort umher? John, reiche mir die Büchſe!«