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Der alte Commodore. 9
das Beſudeln einer Serviette und eines Handtuchs— einen Pfennig und einen Fluch.
Wir wiſſen, daß dieß Alles höchſt trivial iſt; laſſen wir uns indeſſen für ein Weilchen mit Mr. Plu⸗ merſand dazu herab, und wir werden einige heilſame 4½ Betrachtungen daraus herleiten. Daß Mr. Plumer⸗
ſand dieß that, wiſſen wir gewiß. Er entdeckte, wie die höchſten Tugenden auf der niedrigſten bürgerlichen Stufe geübt werden können, und daß die Laſterhaftig⸗ keit der Anmaßung und der Geringſchätzung gegen die
Gefühle Anderer ſich nicht bloß auf diejenigen Klaſſen 4 des Volkes beſchränken, von denen man vorausſetzen mag, daß ſie ſich wenig um die unter ihnen Befindli⸗ chen kümmern. Mr. Plumerſand entdeckte auch, daß ein Mann geldſtolz ſein kann, wenn er nur zwei Pfen⸗ 82 nige in der Taſche hat, und daß er, indem er einen von dieſen Pfennigen ausgiebt, dabei eine weit verächt⸗ 8 lichere Eitelkeit zeigen kann, als ein Anderer, der Tau⸗
ſende von Pfunden hinzahlt; und endlich, daß, wenn
Hunger auch den Leib umkommen läßt, er doch nimmer
jene Laſter vertilgen wird, die ſowohl dem Ueberſatten,
als dem, der, um nicht zu verſchmachten, nach einer Brotrinde giert, eigenthümlich ſind.
»Mich dünkt, der Pfennig iſt ſauer verdient wor⸗
4 den,“« ſagte Plumerſand. 3
»So ehrlich als ſauer, Monsieur. Wie ſinden Sie
ma Rosalie?« 4
»Ich will offen mit Ihnen ſein. Sie hat zu viel auf dem Herzen und zu wenig im Magen.«
Sie bringen mich um— vous m'assassinez. Juste ciel! was ſoll ich anfangen?«
»Sie müſſen ihr zu Eſſen geben, und ich will ſie zum Sprechen bewegen. Sie ſelbſt befinden ſich nicht
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