Der alte Commodore⸗
verbarg— Zahnreihen, die nur geſchaffen zu ſein ſchie⸗ nen, um das elfenbeinerne Portal holden Lächelns ab⸗ zugeben; jedoch Lächeln ließ ſich hier nimmer erblicken.
Plumerſand, der, allgemein geſprochen, ein wohlun⸗ terrichteter Mann war, ſpielte ſeine Rolle keineswegs ungeſchicklich. Die Symptome brachten ihn jedoch nicht wenig in die Klemme. Fieber zeigte ſich hier offenbar nicht; der Puls ging regelmäßig, obwohl ſchleichend. Die Dame hatte keinen Huſten, kein Aſthma, keine Bruſtbeſchwerden. Ihre Eßluſt war weder gut, noch ſchlimm; ſie achtete nicht ſonderlich auf ihre Speiſen, aß jedoch genügend, wenn ihr etwas vorgeſetzt würde — mindeſtens ſagte ſie dieß.
Worüber ſie ſich am meiſten beklagte, waren ihre entſetzlichen Träume, die ſie nicht loswerden konnte, ſo daß ſie zitterte, ſich ſchlafen zu legen, und kallm wagte ihre Augen zu ſchließen. Sie bat Mr. Plumerſand,
ihr kein Opium, in welcher Miſchung es auch ſein möchte, zu verſchreiben, indem dieß ihr Leiden nur ver⸗ mehrte, und ihren Zuſtand bis zum Wahnſinn ſteigerte. Nachdem ſie ihm, wie geſagt, in den gedrängteſten Worten dieſe Auskunft gegeben hatte, die er allerdings durch viele Worte herauslocken mußte, gelangte er zu der Schlußfolge, daß hier das alte Lied:»Krankheit des Ge⸗ müthes,« geſungen würde, und daß er ſich überzeugt zu halten hätte, das Geheimniß, welches er zu erforſchen trachtete, müßte von nicht geringer Wichtigkeit ſein. Außerdem wogten noch andere Gedanken in ihm, mit denen wir vor der Hand nichts zu ſchaffen haben, und die er ſelber kaum ſich einzugeſtehen wagte. Plumerſand befragte nun ſeine Patientin über die Diät, welche ſie beobachtete. Die Antwort, die ihm dar⸗ auf ward, entſetzte ihn. Ungeachtet aller Behutſamkeit


