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Der alte Commodore.
modore ſchlief feſt in dem Lehnſtuhle, auf welchem er den ganzen Vormittag zugebracht hatte, verſunken in eine glückſelige, jedoch ziemlich unrühmliche Empfin⸗ dungsloſigkeit, die ſich entweder von dem Unruheſtiften ſeiner Tochter oder von den Foltern ſeiner Krankheit herleitete. Miß Mathilde hatte ſich vollſtändig ange⸗ putzt, und ſah ſehr zart, ſehr hübſch, jedoch auf die ge⸗ lindeſte Weiſe ausgedrückt— nicht jung aus. Rebekka hetzte mit den Jägerburſchen und den Stalljungen in einem der Teiche im Park ihres Vaters eine Waſſer⸗ ratte; dabei flatterte ihr das Haar vor'm Winde wild um die Schultern, ihre Seidenſchuhe waren durchnäßt, und ihr Ueberwurfgewand wies ſich kothbeſudelt; wäh⸗ rend ihr nervenſchwacher Mentor, Mr. Underdown, ein Buch in der Hand, ihr bald da, bald dort nahe trat, und beſcheiden, wiewohl dringend, ſie bat, von einer Erholung abzulaſſen, die ſo wenig für ihr Geſchlecht, ihren Stand, und— wie ihm beliebte, hinzuzuſetzen, noch weniger für die Zartheit ihres Herzens paßte. Aus Schaamgefühl oder aus Liebe zu ihm, von dem ſie ſo ernſtlich ermahnt ward, hörte Rebekka auf,
ſich mit der Ratte zu beluſtigen, ſchob liebreich ihr Händchen auf den Arm Underdowns, und ging mit
ihm dem Herrnhauſe zu, indem ſie aufmerkſam die Mo⸗ rallehren anhörte, die der Nervenſchwache ihr ſo ange⸗ legentlich zufließen ließ.
Als der Diener meldete, daß das Eſſen aufgetra⸗ gen wäre, befand der Commodore ſich in dem zum Zu⸗ bettgehen erforderlichen Zuſtande, und ging demnach auch
zu Bette, ſo daß Nichte, Tante und Schreiber Platz.
an der wohlbeſetzten Tafel nahmen, ohne ſonderliches
Bedauern über die Abweſenheit des Familienhauptes
zu aͤußern, denn das Ergebniß wamd zu alltäglich, als


