Ardent Troughton. 233
Ungeachtet meiner jetzt gewöhnlich heiteren Stim⸗ mung beſchlich mich doch oft ein Trübſinn, den nur Iſidorens Nähe zu ſcheuchen vermochte. Täglich fand ich etwas Neues und Engelartiges in der Schönheit der Donna, obwohl ich nicht ſagen will, daß ich dieſe höher als die Anmuth Honoriens ſtellte, wohl aber ſagte ſie mehr und mehr meinem Geiſte zu, denn immer deutlicher ſah ich in Iſidora das verkörperte Bild mei⸗ ner nächtlichen Viſion.
An einem ſchönen Abend entſchlich ich mit ihr dem Kreiſe der Gefährten, und brachte mehr als eine Stunde hin, um ihr mein nächtliches Geſicht zu ſchildern— ſpät kehrten wir als Berlobte zurück.
Zum erſten Male in meinem Leben war mir jetzt, als ob ich im Sonnenſcheine wandelte; Alles um mich her trug die Farbe des Friedens und der Freudigkeit. Ich hatte keine Momente überſpannter Aufwallung mehr, und für lange, lange Zeit kamen die Schreckniſſe meines nächtlichen Traumes unter dem Sternenhimmel mir aus den Gedanken.’
Mittlerweile hatte der Bau der Honoria ſeinen luſtigen Fortgang. Ich hatte inzwiſchen eine kleine Meinungsverſchiedenheit mit meinem Vater. Ich wollte das Schiff gänzlich wie eine Jacht gebaut wiſſen, er
aber wünſchte demſelben ſo vielen Kielraum, daß er eine Ladung Sandelholz mitnehmen könnte, woran das Königreich Mantezuma Ueberfluß hatte. Ich trug je⸗ doch den Sieg durch Don Diego davon, der ganz ein⸗ fach fragte, womit Mr. Troughton das Sandelholz zu bezahlen gedächte.»Mit Dublonen!« war die argloſe Antwort. Der Häuptling ward dadurch von Grauſen epfaßt, denn Einführung des Geldes wollte er ſo lange
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