Ardent Troughton. 229
zufrieden mit meiner dunkel und männlich bebarteten Perſon in ihrem ſo maleriſchen barbariſchen Anzuge.
Als wir Alle an Land gekommen waren, blickte Don Diego mit ernſter Bekümmerniß auf ſeinen Bruder, gab ſich ihm aber nicht zu erkennen.
Vieles, Vieles ging jetzt auf mich über. Meine erſte Sorge war, alles auf und an dem Schiffe Werthvolle in gute Obhut zu bringen, meine zweite, über den ſchändlichen und treuloſen Mantez zu verfügen. Der Urheber ſo vieler entſetzlichen Mordthaten durfte nicht am Leben bleiben. Wir ſperrten ihn zwei Tage lang in ein entlegenes Haus, wo er ſcharf bewacht, im Uebri⸗ gen jedoch gut behandelt ward. Am dritten Tage beab⸗ ſichtigte ich, ihn vor ein öffentliches Gericht zu ſtellen, das die Aelteſten hielten, und bei welchem Diego, in welchem der Verbrecher noch immer nicht ſeinen Bruder erkannte, den Vorſitz führte.
Rodrich Mantez ward zum Verhör gebracht; er zeigte ſich noch eben ſo mürriſch, als er es bei ſeiner Gefangennehmung geweſen war. Oeffentlich klagte ich ihn des Seeraubes und des Mordes an, und be⸗ gehrte, daß ſeine Richter ihm das Urtheil ſprächen. Er bebte vor der Gewalt meiner Anklage; als ich aber geen⸗ det hatte, und eine Stille eingetreten war, nahm er ſich zuſammen, wie Einer, der ſich zum Kampfe berei⸗ tet, und ſprach. Er wälzte die Klage des Mordes auf mich beſonders und auf ſeine Paſſagiere im Allgemeinen zurück, indem er feierlich behauptete, wir hätten zuerſt Blut vergoſſen. Er forderte mich auf, meine Anklage gegen ihn zu beweiſen; allein hierin ſchoß er fehl, denn Auguſtus Epaminondas Montmorenci zeugte gegen ihn, und wies eine Schrift vor, die von Mantez und den


