Ardent Troughton. 197
Glückſeligkeit. Möge der Menſch ſich erfreuen, denn für ihn giebt es keinen Tod. ⸗
Dieß war der Sinn des tiefklingenden Halles— ich gebe deſſen Worte nicht, noch das Metrum der Worte, obwohl dieſe unvertilgbar in mein Hirn gebrannt wor⸗ den ſind. 1
Hierauf herrſchte eine Stimme in allen Himmeln, und auf Erden, und aus dem Mittel des gewölbten Domes über mir, und wo die meiſten Sterne ſich zu⸗ ſammendrängten, rollten dieſe auseinander, wie Deman⸗ ten aus einem Bündel, und das Magnetblan des Fir⸗ mamentes that ſich auf, und enthüllte mir den Anblick der Vorhöfe der himmliſchen Heerſchaaren. Ein gewal⸗ tiges, aber mildes Licht verbreitete ſich, und obwohl mich dünkte, es wäre überaus hell und rein, blendete es doch nicht, und meine Augen zuckten nicht vor demſelben. Und als ich feſt in dieſe Einſicht blickte, gewahrte ich drei Throne, einen zur Rechten und einen zur Linken, die beide niedriger als der in der Mitte waren. Und ich erkannte im erſteren ſofort den der Gnade, und im zweiten den der guten Gaben, während der mittlere, als der Thron der Gerechtigkeit fürchterlich anzuſchauen war, weil hinter ſeinem hochgewölbten Baldachin Blitze hervorzuckten..
Auf dieſen Thronen ſaß Niemand, noch ſah ich En⸗ gel des Wiſſens oder der Liebe in den weiten und glän⸗ zenden Vorhöfen, und mein Herz in mir ſehnte ſich bis zum Zerberſten, daß ich möchte hingehen und mich nie⸗ derwerfen vor dem Throne der guten Gaben, und meiner Seele Verlangen zu erbitten. Allein ich wußte, daß ich mir nicht eines Seraphs Schwingen geben, alſo nicht hinauf mich flügeln konnte in die unſichtbare Nähe, um niederzufallen und anzubeten. Inmitten meiner Thränen


