Ardent Troughton. 173
lief noch immer auf Halbſchußweite neben der Santa Ana“ her, welche Letztere begann ihre Segel zu trim⸗ men, und Alles an ihrem Bord gemächlich in Ordnung zu bringen. Ich ſah mich jetzt genöthigt, ausführlichen Bericht von dem abzuſtatten, was ſich ſeit Kurzem auf den blutgetränkten Verdecken des ſpaniſchen Schiffes zu⸗ getragen hatte. Meine Erzählung erfüllte alle Zuhörer mit Grauſen, während meine arme Schweſter dabei in Thränuen hätte zerfließen mögen. Als ich geendigt hatte, flehte ich den Kapitän des Wallfiſchjägers ſo dringend an, als ich es irgend vermochte, einen Verſuch zu ma⸗ chen, ſich in Beſitz der Santa Ana“ zu bringen, und ſo, wenn's nicht ſchon zu ſpüt ſein würde, die vielen Opfer der Rache des abſcheulichen Mantez noch zu ret⸗ ten. Allein ſchon während dieſer kurzen Friſt hatte ich die bitteren Früchte der Verſtellung einzuſammeln. Um meiner Geſchichte Wahrſcheinlichkeit zu verleihen, hatte ich erwähnt, meine Schweſter befände ſich noch immer an Bord des Spaniers im Raume verborgen; der Leſer aber weiß, daß ſtatt Honorien der arme Kajütenjunge in deren Kleidern ſteckte. Die vermeinte Bedrängniß eines jungen ſchönen und reichen Mädchens von guter Herkunft nahm Kapitän Darkins' Theilnahme lebhaft in Anſpruch, ſo daß dieſer ſchon darauf bedacht war, die Aermſte zu retten, obwohl es zu ſpät ſein dürfte, irgend einem der Männer unſerer Partei zu Hülfe zu kommen. Letzteres leuchtete mir nur allzuſehr ein, denn, als ich aus dem Kajütenfenſter in's Meer geſprungen war, hatte ich geſehen, wie Don Juliany völlig hülflos und todtenbleich auf dem Verdecke in ſeinem eigenen Blute ſaß, und wie mein theurer Vater niedergeſtreckt, und über ihn hin die blutige Leiche Will's, des Stadt⸗ hahnmatroſen, lag. In fürchterlicher Ahnung von dem,


