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riſſen, auf welche ich mich ſtützte. Die unmittelbaren Abkömmlinge unſers erſten Aelternpaares müſſen ein⸗ ander geheirathet haben—«
„»Warum ſagen Sie mir das?« fragte ich argwöh⸗ niſch, und, wie ich fuͤrchte, ärgerlich.
Don Juliano ſchwieg abermals ein Weilchen; von innerer Bewegung zitternd, legte er endlich ſeine Hand ſchwer auf meine Schultern, und ſah mir ſo ſcharf in's Geſicht, als ob er es abzeichnen wollte. Auf ſeinem Antlitze wies ſich eine ſeltſame Miſchung von Furcht, Sorge und Bekümmerniß, und doch bereitete dieß Alles mich nicht auf die ſeltſame und plötzliche Frage vor, die er mir in den Worten ſtellte:»Könnten Sie Iſi⸗ dora lieben?⸗«
„»Könnte ich meinen Freund erdolchen, während er ſchlaͤft?« gegenfragte ich.
Unwillkürlich wendeten wir uns Beide von der Stelle ab, auf welcher wir bisher geſtanden hatten und ſchritten ſchweigend auf dem Verdecke hin und her. Ich mei⸗ nerſeits wankte unter den beängſtigendſten Gedanken, unter denen der laſtendſte der war, daß meine frühere Thorheit geargwohnt, vielleicht gar entdeckt ward, und daß man Bemerkungen darüber anſtellte.
Drittes Kapitel.
Auf dieſe Weiſe den bitterſten Grübeleien hingege⸗ ben, erhielt ich einen ſehr inſtinktvollen und ernſten,


