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geht, ſo überantworte ich Ihnen das Kommando zurück, das ich nothgedrungen zu unſerer Aller Erhaltung für ein Weilchen übernehmen mußte.« 6
Der Menſch ſtieß, verſteht ſich in ſpaniſcher Sprache, einen Fluch aus, der zu fürchterlich war, als daß ich ihn überſetzen oder niederſchreiben möchte, und en⸗ dete mit dem Worte Meuterei und einer Drohung, worauf er ſich langſam in ſeine eigene Kajüte begab.
„»Mein braver Junge!« ſagte mein Vater zu mir, indem er mir mit Herzlichkeit die Hand ſchüttelte,»Du biſt unſere Sicherung!«
»Mein herrlicher Sohn!« rief meine Mutter; „möge die heilige Jungfrau ihn zum wahren Glauben bekehren!«
„»Mein edler Bruder,« ſagte Honoria ſchüchtern, indem ſie mich umarmte;»wie ſtolz bin ich auf Dich! wie liebe ich Dich! warnm ſo kalt, ſo abſtoßend ge⸗ gen mich, liebſter Ardent? Was habe ich Dir zu Leide gethan? Wir ſind nicht einmal Freunde, und Du willſt nicht, daß wir es ſind, obwohl meinem ſehnenden Her⸗ zen nach der Liebe eines Bruders verlangt! Ardent, iſt mein Recht nicht eben ſo ſtark als mein Verlangen 2
»Glaube mir, Honoria,« verſetzte ich,„daß ich Dich herzinniglich liebe. Bevor ich Dich ſah, nahm der Gedanke an Dich ſchon den wärmſten Winkel mei⸗ nes Herzens ein. Ich war vernarrt in Deine hübſchen Briefchen an mich— ich brannte vor Ungeduld Dich zu ſehen.— Jedoch wir wollen davon nicht mehr re⸗ den. Es hat ein großes ſchauerliches Mißverſtändniß obgewaltet, ſo daß mein Gemüth oft bis zum Wahn⸗ witze krank iſt. Aber ſieh, unſere Freunde, Don Ju⸗ 4 liano und deſſen holdes Mühmchen, harren ſchon meiner,


