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Ardent Troughton. 169
geſtellt hatte, doch befand es ſich in ſehr unſicheren Händen. Schonungslos war er von beiden Parteien ge⸗ plündert worden, die damals in Spanien um die Ober⸗ herrſchaft rangen. Freilich gab jede dieſer Parteien, als ſie ihm ſein Geld abnahm, Verbriefungen, durch welche ihm Zurückerſtattung verheißen ward, wenn die Zeiten ruhiger und beſſer geworden ſein würden; allein wenn ſolche Zeiten wirklich wiederkehren ſollten, konnte er doch ſicher ſein, die Haͤlfte ſeines Hingegebenen zu verlieren, und dann mußte die obſiegende Partei ſich erſt als redlich herausſtellen. Indem mein Vater dieſe Dinge in Erwägung zog, beſchloß er klüglich ſeine Ge⸗ ſchäfte abzuſchließen, all' ſein Eigenthum nach Mög⸗ lichkeit zu Gelde zu machen, und beſſere Sicherheit in Amerika zu ſuchen, wo er vorläufig ein anſehnliches Be⸗ ſitzthum in Louiſtana gekauft hatte.
Seit mehreren Jahren ſchon gab mein Vater ſich für einen Katholiken aus, und hatte ſeinen ehrlichen engliſchen Namen Troughton in das hochklingende Trot⸗ toni verwandelt. Wirklich trachtete er eifrig darnach, überall für einen Spanier zu gelten, und ward von Allen, die ihn nicht genauer kannten, für einen ſolchen gehalten. Er war ein verſchlagener und umſichtiger Mann mit warmem Herzen und hohem Begriffe, von der Würde des Charakters eines Kaufmannes. Unſtrei⸗ tig liebte er den Reichthum, und vermehrte den ſeini⸗ gen gern. Er beſaß eine nicht zu ermüdende Beharr⸗ lichkeit, die ſich gar wohl der Spinne verglich, denn wie oft man das Gewebe dieſer raſtloſen Mathemati⸗ kerin zerſtören mag, ſtellt ſie es doch jederzeit wieder her. So war mein Vater, und zu mehreren Malen hatte er die Hälfte, ja die ſämmtlichen Früchte ſeiner Mühen eingebüßt; dennoch ward er nimmer niederge⸗


