Ardent Troughton.
ſchaft, von welcher ich ſo gewaltig und ſo unfreiwillig ergriffen geweſen war.
Dieſe Gedanken ſtärkten mich. Ich fühlte, daß mir Vergebung geworden war; ich ward ruhig. Ein hei⸗ ligeres Gefühl hatte ich zu hegen, und ich gelobte ſol⸗ ches zu thun— gelobte, über einer ſchuldloſen, ſchönen und jungen, ſehr jungen Schweſter zu wachen; ich ſchwur, dieſer Pflicht in aller Aufrichtigkeit, mit aller Gewiſſenhaftigkeit, in aller Frömmigkeit nachzuleben; aber der Gedanke an Honoriens Vermählung mit Mantez war Wermuth für mich, war ein verzehren⸗ des Feuer für meine innerſten Lebenskräfte.
Zwanzigſtes Kapitel.
*† Nicht zu berichten brauch' ich, daß folgenden Tages ein gemäſtete Kalb geſchlachtet ward. Freunde ſtürm⸗ ten mit ihren Glückwünſchen zu uns herein— unter den vorzüglichſten derſelben befanden ſich Don Juliano und Donna Iſidora. Auch Don Rodrigo Mantez ließ ſich mit zu Höflichkeit geglätteter Stirn wieder unter
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uns erblicken. Seine Aeußerungen waren die wärmſten,
die Entſchuldigungen, die er mir darbrachte, die reich⸗ haltigſten, ſeine Freundſchaſtserbietungen kannten keine Grenzen, und keiner von Allen lachte ſo herzlich, als er über die ihm betreffs meiner von meinem Freunde aufgehefteten Myſtifikation. Dennoch haßte ich den Men⸗


