Ardent Troughton. 165
die erforderlichen Beweisführungen zu verſchaffen— ich führte zuletzt meine Erzählung bis zu dem Augen⸗ blicke herab, der mich zurück in den Kreis der Meini⸗ gen geführt hatte.
Thränen in Fülle wurden von meiner edlen Mutter und meiner zarten Schweſter während meiner umfaſſen⸗ den Mittheilungen vergoſſen; und lange Zeit, bevor ich mit dieſen zu Ende war, hatte Mantez drohend und fluchend ſich davongemacht.
Ernſt und feierlich und lange anhaltend war, als ich geendet hatte, die Segnung, die mir von dem alten Manne ward, inbrünſtig die Umarmung und zart und herzerſchütternd das Gemurmel ſüßer Liebe meiner Mut⸗ ter, und wild und begeiſtert das Vergnügen meiner all⸗ zuſchönen Schweſter, als dieſe bald an meinem Halſe weinte, bald mich mit Lebhaftigkeit küßte, dann mei⸗ nen Springer liebkoſete, und dann dem ehrlichen, zäh⸗ neweiſenden Jugurtha, der Alles, was vorging, wohl verſtand, die Hand ſchüttelte.
Für ein Weilchen war die Glückſeligkeit meiner Fa⸗ milie vollkommen. Mein Vater blickte mit väterlichem Stolz auf mich, und begann ſchon, mir eine Hochſchä⸗ tzung zu bezeigen, durch die mein Herz noch feſter mit dem ſeinigen verknüpft ward. Ich war verloren gewe⸗ ſen und wieder gefunden worden. Man hatte mich als einen Todten beweint, und ich war den Meinigen ge⸗ beſſert, geläutert und in der Kraft junger Mannheit zurückgegeben worden. Die Meinigen hatten in mir eine Stütze und einen Beſchützer in Zeiten der Wider⸗ wärtigkeit, und im Glücke ein Weſen, welches ſie mit der Fülle ihrer Liebe überſtrömen und mit welchem ſie die reinſte irdiſche Gluͤckſeligkeit, nämlich die Freude häuslichen Lebens theilen konnten.


