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uns beizuſtehen, zu helfen und zu unterſtützen, dieſen Betrüger mit den Piſtolen feſtzunehmen.«
»Beſſer wird's ſein, ſolches nicht zu thun,« ſiel ich ein;» denn die beiden Erſten, die ſich mir nähern, ſchieß' ich nieder.«
Voll Angſt rief jetzt die ältere Dame:»Unterdeſſen
erwürgt das Ungeheuer den edlen Kapitän. Großmü⸗ thiger Fremdling, ich flehe Sie an, den Hund abzuru⸗ fen oder zu erſchießen.« „ Stets,“ verſetzte ich, indem ich mich gegen die Dame verbeugte—»ſtets würd' ich mich glücklich ſchätzen, einer erhabenen Sennora gefällig zu ſein; in dieſer Kleinigkeit kann ich es jedoch nicht.« Es ver⸗ ſteht ſich, daß ich mich in ſpaniſcher Sprache ausdrückte; doch ſetzte ich bitterlich auf Engliſch hinzu:»Ungeheuer? Der Himmel entſcheide, wer von Beiden das größte Ungeheuer iſt. Möge der feigherzige Meuchelmörder in Stücke zerriſſen werden.“
„»Sie ſprechen Engliſch,« nahm der alte Herr in dieſer Sprache ſehr bewegt das Wort;—»im Namen des allgnädigen Gottes! wer ſind Sie? Reden Sie die Wahrheit!“
„Sennor, ich bin kein Spion, kein Betrüger, kein Landſtreicher, kein Verbrecher; ſondern Ardent Trough⸗ ton, ein ſchiffbrüchiger Kaufmann.«
„Von der Brigg Jane?«
„»Allerdings, auf welcher ein gewiſſer Tomkins kom⸗ mandirte.«
»Dann Sir, befehl' ich Ihnen, Namens Ihrer Sohnespflicht, dem Hunde dort zu wehren, denn er er⸗ droſſelt ſonſt den Verlobten Ihrer Schweſter.“«
Dieß ward mit ſo rühriger Würde geſprochen, daß ich augenblicklich gehorchte. Sofort lag der Hund zu


