Ardent Troughton. 155
Opfer meines Zornes zu machen hätte. Allein bei die⸗ ſem mordſüchtigen Umherſchweifen fielen meine Blicke auf die ſtattliche Mutter und die liebliche, jetzt ſchön⸗ bleiche Tochter. Da ließ ich beide Hände ſinken und rief laut:»Nein,— nicht hier— nicht jetzt— nicht in dieſer Umgebung!«
Sonder Zweifel war alle Wildheit aus meinem Weſen gewichen, denn der alte Herr trat furchtlos mit den Worten zu mir:»Herr Student,«(der Leſer wird ſich der Kleidung erinnern, die ich trug,)»Sie allein von dieſen Hereindringenden ſcheinen nicht ganz und gar vom Dämon des Mordens beſeſſen zu ſein. Können Sie nicht dem ehrenwerthen Kapitän aus den Klauen jenes fürchterlichen Thieres helfen?«
»Weßhalb ſollte ich das? Der Schurke wollte mich meuchelmorden!«
»Sie leiſteten Widerſtand,« ſagte einer von den
Vieren, die genng zu thun hatten, den Neger gebändigt
zu halten.»Erkennen Sie mich— ich bin der Ober⸗ alguazil, und komme, auf eidliche, Ausſage des ehren⸗ werthen Kapitän Mantez, dieſen als Studenten ver⸗ kleideten Menſchen zu verhaften, der ein Spion und Betrüger und Landſtreicher iſt, kürzlich noch ſich Don Ardentizabello de Trompe Hilla nannte und mehrere Verbrechen beging. So alſo, Sennor, wie immer Sie heißen mögen, rufen Sie Ihren Hund zu ſich, und fol⸗ gen Sie mir geraden Weges zum Gefängniſſe.« Während deſſen rang der gepackte Jugurtha von Neuem heftig, ſo daß der Alguazil darüber ſchier außer Athem verſetzt ward, und nur lallend noch die Worte hervorbringen konnte:»Sennor Trottoni, ich befehle Ihnen und Ihren Dienern, im Namen der Obrigkeit,


