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138 Die Büßung, oder
Zur Ehre dieſer Heiligen wird morgen um Mittag eine große Proceſſion ſtattfinden. Alle Seefahrer, die in der Stunde der Gefahr irgend ein Gelübde thaten, werden kommen und der Heiligen ihr Scherflein der Andacht darbringen.— Ardent Troughton, um Ihres Freun⸗ des, um Ihrer unſterblichen Seele willen, treten Sie ein mit jenen Frommen; denn wer, als Sie, iſt jemals wunderbarer erhalten worden?«
» Ich will's!«
„Lächeln Sie auch nicht, Ardent Troughton, über die mancherlei Abgeſchmacktheiten, die Sie dabei er⸗ blicken werden. Sie gehören nicht dem wahren Geiſte an, nützen aber zu frommer Erweckung ſchläfriger See⸗ len. Auf Flitterleunk und Paniere und Weihrauch und Reliquien blicken Sie, als auf ſinnbildliche und au ſich nichtige Dinge— es hat dieß nichts auf ſich; nur kommen Sie wirklich zum Gebete!«
„»Ich will's,« wiederholte ich.
„Geringachten Sie auch nicht die demüthigen Opſer⸗ gaben des durchwetterten Schiffsvolkes.«
»Ich will dort ſein, Julian, und ebenfalls meine Opfergabe— ein reuiges, bußethuendes Herz darbringen.“
Wir waren Beide gerührt, baten gemeinſam den Höchſten um ſeinen Segen, und begaben uns in unſere Wohnung.
O des verhängnißvollen Verſprechens, das ich gege⸗ ben hatte! Beſſer wäre mir geweſen, ich hätte mit James Gavel den Tod in den Wellen gefunden, als daß ich es gab und hielt! Thor, der ich war, der wohlge⸗ meinten Sophismen meines Freundes zu achten! Was hatte ich, der Proteſtant, mit papiſtiſchen Mummereien zu ſchaffen? In ſelbſt über mich gebrachter Verblen⸗
. dung ſtürzte ich mich meinem Schickſal entgegen!


