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26 Die Büßung, oder
Gemütheregung gedachte, die ich in der Kajüte gehabt.
hatte, bezwang ich mich durch eine einzige gewaltige
Anſtrengung. Welch eine geheimnißvolle Verflechtung
von Gedanken und Empfindungen iſt das menſchliche Gemüth! Ohne irgend abſichtliche Beleidigung oder Schmach erlitten zu haben, hatte mich kurz zuvor nach Blute gedürſtet, und jetzt, wo ich die eine wie die an⸗ dere, und zwar in nicht geringem Grade erfahren hatte, war ich bloß darauf bedacht, meine verletzte Ehre her⸗ zuſtellen und meinen Beleidiger ſchlechthin zu züchtigen.
Nachdem des Zornes erſte Aufwallung ſich bei mir gelegt hatte, ging ich hinüber zu Gavel, legte ihm meine Hand ſchwer auf die Schulter und ſagte lang⸗ ſam und deutlich zu ihm:»Sie haben mir ein ſchweres Unrecht angethan; Sie müſſen mir Abbitte leiſten.«
»Eher will ich Sie verd— ſehen,« war ſeine Antwort.
„»Sie müſſen abbitten!« entgegnete ich.»Hier auf Ihrem eigenen Elemente, und auf Planken, auf denen ich, unmuthig im Geiſte und todesſchwach von einer Krankheit, die Ihnen zu einer Quelle des Spot⸗ tens über mich wird, kaum Fuß zu faſſen vermag, bin ich nicht im Stande, es mit Ihnen auszufechten. Zwin⸗ gen Sie daher nicht Gedanken an Meuchelmord in meine Seele. Leiſten Sie Abbitte! um meinet⸗ um Ihretwegen flehe ich Sie an— thun Sie es!l
»Ich ſag', ich will's nicht! Einem Mann, der wirk⸗ lich Mann iſt, würd' ich, falls ich ihn auf eine dem Manne nicht ziemende Weiſe beleidigt hätte, willig aus Herz und Seele Abbitte leiſten; jedoch, daß ich, ein ausgelernter Seemann, mich erniedrigen ſollte, ein zahnputzendes, nach Pomade riechendes, weißpfotiges Ding wie Sie's ſind, um Verzeihung zu bitten—


