14 ſchmack, und dabei glitt ihr Blick an ihren fünf Töch⸗ tern der Reihe nach hin; die Söhne aber ſagten, mir ginge eine Seele ab, während die Töchter behaupteten, ich hätte kein Herz.
Die Büßung, oder
Drittes Kapitel.
Es war am Vorabende meiner Abreiſe. Die ge⸗ ſammten Dreizehn— unglückliche Zahl!— ſaßen bei ihrem letzten trübſeligen Abendeſſen. Alle, außer mir, ſchienen tief erſchüttert zu ſein. Die Augen der Miſſes waren roth geweint; Mrs. Falk that gar nicht dazu, ihr immer wiederkehrendes Schluchzen einzuſtellen; Mr. Falk der Vater ſah ungemein ernſt aus und aß mit der Kinnbhackenkraft eines Wilden, als wäre er ent⸗ ſchloſſen, ſeinen Zorn über irgend einen verhehlten Verdruß an jedem der auf dem Tiſche befindlichen Ge⸗ richte auszulaſſen. In ſeiner Eßgier lag fürwahr et⸗ was Rührendes. Wie großartig jedoch ſolche Art von Ausdruck des Kummers ſein mag, muß ſie dennoch ihre Endſchaft erreichen. Als zuletzt ſein Herz und die Re⸗ gion ſeiner animaliſchen Oekonomie, die ſich ein wenig
mit einem rhetoriſchen Schwunge und einem tiefen Seufzer Teller und Meſſer und Gabel von ſich weg, ſtreckte ſeinen Arm aus und ſprach:»Mein lieber Ar⸗ dent, dieß iſt wahrſcheinlich das letzte Abendeſſen, das wir mit einander verzehren!« Es war ein heißes Eſ⸗
unterhalb deſſelben befindet, ganz voll waren, ſchob er


