— Ardent Troughton.
ausmale, und ſchaudernd jenen furchtbaren Zeitabſchnitt
damit vergleiche, in welchem der ruhige Strom des
Lebens ſich über ſein Bett hinauswälzt, gleich einem toſenden Waſſerfall in den Abgrund ſich ergießt, und im Hinabbrauſen Alles, was von ſeinen Fluthen erfaßt wird, zernichtet, bis er hinunterſtürzt in die ſchauer⸗ liche, bodenloſe Tiefe, die von den Nebeln des Todes umſchleiert wird.
Während meiner Comtkoirdienſtzeit erhielt ich, wie früher, regelmäßig väterliche und mütterliche Briefe, zu deuen ſich jetzt noch Zuſchriften von meiner Schweſter Honoria geſellten, die ich damals noch nie geſehen hatte. Honoriens Briefe waren unſtreitig unter der Aufſicht von Lehrern geſchrieben; denn ſie waren über die Maßen förmlich in ihrer Abfaſſung und in abſcheulichem Eng⸗ liſch. Herrſchte zu jener Zeit irgend ein Gefühl bei mir vor, ſo war es das der Neugier, zu ſehen, wie das kleine Dämchen, Honoria genannt, wohl ausſehen möchte. Ich hegte dieß Gefühl weder in Beziehung auf meinen BVater noch auf meine Mutter, obwohl mir deren Per⸗ ſönlichkeit gänzlich aus dem Gedächtniß entſchwunden war. Dieſe Neugier ward jedoch nicht im Mindeſten Störe⸗ rin meiner ſich immer gleich bleibenden Lebensweiſe, und die Parorismen derſelben hielten nie länger, als zwei bis drei Tage nach Empfang einer der kleinen un⸗ verſtändlichen Zuſchriften an, durch welche ſie erzeugt worden waren.


