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können. Sie werden ſich erinnern, daß vor einigen Monaten Herr Douglas Campbell bei einem Rennen ſtürzte; man hielt es anfangs nicht für gefährlich, aber es zeigte ſich, daß das Rückgrat verletzt war, und nach Verfluß einiger Monate ſtarb er am 9. April.
„Da Herr Douglas Campbell keine Nachkommen⸗ ſchaft hinterläßt, und Sie der nächſte Erbe ſind, ſo ſind Sie nun in dem unbeſtrittenen Beſitze der Güter, auf welche Sie vor einigen Jahren ſo willig verzi teten.
Ich habe als Ihr Agent bei dem Hinſcheiden des Herrn Campbell das Nöthige beſorgt. Mrs. D. Camp⸗ bell hat ein hübſches Gut in dem Eigenthume, welches ihr nach dieſem Tode bleibt. Ihre Befehle erwartend, bin ich, theurer Sir, Ihr ergebenſter
J. Harvey.“
„Herr Campbell, ich bringe Ihnen meine herzlich⸗ ſten Glückwünſche,“ ſagte der Oberſt, indem er auf⸗ ſprang und ihm die Hand reichte.„Sie haben ein ſolches Gluck verdient. Mrs. Campbell, ich muß auch Ihnen eiligſt meine Glückwünſche darbringen.“
Mrs. Campbell war anfangs vor Erſtaunen ſprach⸗ los, dann ſagte ſie:
„Wir ſind in Gottes Hand und ſein Wille ge⸗ ſchehe. Wegen Dir und meinen Kindern ſoll ich mich freuen. Nun, da ich glücklich hier bin, nun da meine Kinder mir wieder gegeben ſind, ſo zweifle ich, ich
eſtehe es, ob ich in Wexton⸗Hall glücklicher ſeyn werde.
edenfalls werde ich dieſen Ort mit Bedauern verlaſ⸗ ſen. Wir haben zu viele Umgeſtaltungen des G ückes erlebt, Campbell, ſeit dem wir vereinigt ſind, um nicht die Erfahrung gemacht zu haben, daß Friede, Ruhe und Zufriedenheit glücklicher machen, als Reichthum.“ „ch fühle wie Du, Emilie, verſetzte Herr Camp⸗ bell.„Denn wir ſind alt geworden, und haben ge⸗ lernt, bei allen Zufällen dieſer vergänglichen Welt klug zu ſeyn. Unſere Kinder, glaube ich, denken an⸗ ders, und das wundert mich nicht.“ 4


