3941
leicht ſein, zu quittiren, oder in ein anderes Regiment einzutreten.
Da kein Krieg und keine Störung mehr in Ca⸗ nada zu befürchten war, ſo konn e dieſes Vorhaben, ohne eine Rüge befürchten zu müſſen, ausgeführt werden.
Eine Woche ſpäter kamen die Schiffe von Mont⸗ real, und der Oberſt und Capitän Sinclair kamen auf die Anſiedlung und brachten Briefe und Zeitungen aus England mit.
Nachdem Herr und Mrs. Campbell die Glück⸗ wünſche des Oberſten empfangen hatten, öffneten ſie mit ſeiner Erlaubniß ihre Briefe in Gegenwart der ganzen Familie, und alle waren begierig, die Neuig⸗ keiten zu vernehmen. Der erſte Brief, welchen Herr Campbell öffnete, machte zum Erſtaunen Aller einen unbeſchreiblichen Eindruck auf ihn. Er las einen Au⸗ genblick, fiel auf die Knie und ſchien im Zuſtande gänzlicher Zerſtörung zu ſeyn.
„Keine ſchlimmen Neuigkeiten, wie ich hoffe, Campbell?“ ſagte ſeine Gattin ängſtlich, und alle Ueb⸗ rigen ſahen beſtürzt auf ihn.
„Nein, theure Emilie, keine ſchlimme Neuigkeiten, aber ſehr unerwartete; wie ich ſie in meinem Leben nur einmal erhalten habe. Du erinnerſt Dich, obgleich Jahre verſtrichen ſind, noch jenes Brieſes, welcher mir in unſerm kleinen Speiſezimmer übergeben wurde 2
„Welcher Dich in Beſitz von Wexton⸗Hall ſetzte, Campbell?“
„Ja, dieſen meine ich, doch ich will Euch nicht länger in Zweifel laſſen. Dieſer iſt gerade das Sei⸗ tenſtück zu dem vorigen Briefe.“
Herr Campbell las nun folgendes:
... Den 7. Mai 18— „Verehrter Herr!
„Es macht uns viel Vergnügen, Sie wieder zu benachrichtigen, daß Sie, ſo bald es Ihnen beliebt, zurückkommen und von Wexton⸗Hall Beſitz nehmen


