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Die Ansiedler in Canada / von Capitän Marryat ; nach dem Englischen bearbeitet von Ludwig Hauff
Entstehung
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Entſchluß, den Du gefaßt haſt. Deine Tante und ich halten es aber für Pflicht, Dir zu ſagen, daß Du Dich, ſo theuer Du uns auch biſt, nicht länger für uns auf⸗ opfern, ſondern ihn, der Dich ſo wohl verdient, glück⸗ lich machen ſollſt. Daß Du nicht mehr hier bleiben kannſt, iſt eine ausgemachte Sache. Deines künftigen Gatten Vermögen und ſeine Stellung erfordern, daß er nab England zurückgeht und ſich nicht länger in den Wäldern von Canada vergräbt. Du haſt daher unſere vollkommene Einwilligung, und ich muß ſagen, es wird uns viele Freude machen, wenn Du Deine Verbindung mit Capitän Sinclair nicht länger auf⸗ ſchiebſt und ihm als Gattin folgſt. Du magſt früher oder ſpäter gehen, ſo wird unſer Segen und unſer Gebet Dich begleiten, und Du wirſt die Ueberzeugung mit Dir nehmen, daß Du ſtets eine ſorgſame Tochter für uns warſt, und daß wir Dich ſo zärtlich liebten, wie Aeltern nur lieben können. Nehmen Sie ſie, Ca⸗ pitän Sinclair, aus meiner Hand mit unſerm Segen und unſern herzlichſten Wünſchen für Ihr Glück, wel⸗ ches, wie ich nicht zweifle, ſo groß ſeyn wird, als es in dieſer verkehrten Welt nur immer ſeyn kann. Eine gehorſame Tochter wird ſtets ein gutes Weib werden. 5

Mary, welche zwiſchen Mrs. Campbell und Capi⸗ tän Sinclair ſaß, fiel ihrer Tante weinend um den Hals. Herr Campbell reichte Capitän Sinclair die Hand, und dieſer drückte ſie ihm mit dem heißeſten Dank und innigſter Hingebung. Alfred, welcher bis jetzt noch nichts geſprochen hatte, ging zu ſeiner Mut⸗ ter und küßte ſie.

Ich wünſche, daß Du gehſt, ſagte ſeine Mut⸗ ter;ich wünſche, daß Du wieder in die Dienſte gehſt, zu welchen Du Neigung haſt. Denke nicht anders, oder glaube nicht, daß Deine Abreiſe mir Kummer verurſachen werde.

Geh, mein Sohn ſagte Herr Campbell, ihm