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gegangen, um Wachholderbeeren zu ſammeln, als ich plötzlich überfallen und mir ſogleich der Mund verſtopft wurde, ſo daß ich nicht rufen konnte. Mein Kopf wurde mir mit einer Decke umwickelt, ſo daß ich faſt erſtickte; ich wurde dann aufgehoben und von zwei oder drei Männern getragen. Einige Zeit war ich ganz be⸗ ſinnungslos, aber die Hitze war ſo ſtark, daß mein
Kopf ſchwamm und ich glaubte ohnmächtig zu werden.
Ich weiß mich nicht zu erinnern, daß ich niedergelegt wurde. Nach einiger Zeit, als ich wieder zu mir kam, lag ich, von fünf oder ſechs Indianern umgeben, welche rings um mich kauerten, unter einem Baume. Ich er⸗ ſchrack, wie Sie ſich wohl vorſtellen können, nicht we⸗ nig. Eine Zeit lang machten ſie keine Bewegung und ſprachen auch nicht, ich wagte aufzuſtehen, aber eine Hand, auf meine Schulter gelegt, drückte mich wieder nieder, und ich dachte nicht daran, einen nutzloſen Wi⸗ derſtand zu verſuchen. Bald darauf brachte mir eine indianiſche Frau etwas Waſſer, und ich erkannte ſie ſo⸗ gleich als jene, welcher wir Hülfe leiſteten, als ſie in
dem Walde gefunden wurde. Dieß gab mir Muth und Hoffnung, obgleich ihre Geberden nichts verriethen, und
ich konnte auch an ihren Augen nicht bemerken, daß ſie ſich erkenntlich zeigen wolle. Aber ich war in Ge⸗ danken überzeugt, daß ſie mir helfen würde, und ſie that es. Als ich aufgeſtanden war und etwas Waſſer getrunken hatte, ſprachen die Indianer leiſe mit einan⸗ der. Ich bemerkte, daß ſie einem beſondere Achtung bezeigten, und nach der Beſchreibung, welche mir mein Vater und Alfred von der zornigen Schlange gemacht
hatten, zweifelte ich nicht, daß er es ſey. Wir blieben
ungefähr eine halbe Stunde an dieſem Orte, dann bra⸗ chen ſie auf und gaben mir ein Zeichen, ihnen zu fol⸗ gen. Ich konnte es nicht ändern und wir gingen fort, bis die Nacht einbrach; ich war, Sie können es ſich leicht denken, nicht wenig ermüdet. Sie ließen mich bei der Indianerin, und zogen ſich einige Schritte zurück.


