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Die Ansiedler in Canada / von Capitän Marryat ; nach dem Englischen bearbeitet von Ludwig Hauff
Entstehung
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habe, Ihnen meine Verehrung— bezeugen, ſo müſſen Sie mir jetzt erlauben, Ihnen Lebewohl zu ſagen. Ich werde während der Ueberfahrt meine Augen beſonders auf Ihr Schiff richten und jedenfalls wird es Alfred thun, davon bin ich feſt überzeugt.“

Capitän Lumley drückte Herrn und Mrs. Campbell die Hand, verbeugte ſich gegen den übrigen Theil der Geſellſchaft in der Cajüte, und verließ das Schiff. Als ſie über das Verdeck gingen, bemerkte er gegen Alfred: „Ich begreife, daß Sie etwas Anziehendes in Ihrer Ge⸗ ſellſchaft finden, es iſt entſetzlich melancholiſch, wenn man daran denkt, daß Ihre ſchöne Couſinen in den Wäldern von Canada begraben werden ſollen. Alſo, morgen um neun Uhr erwarte ich Sie. Adieu!“

Die Ideen, welche in Alfred während der Ueber⸗ fahrt aufſtiegen, waren nicht angenehm; Herr und Mrs. Campbell waren ſehr glücklich über die Ausſicht, die ſich Ihnen ſelbſt durch den Vortheil ihres Sohnes eröffnet hatte, und ſahen voll guten Muthes auf ihn und auf den folgenden Morgen..

„Capitän Wilſon, Sie ſegeln ſo gut, daß ich hoffe, daß Sie ſich während der ganzen Ueberfahrt feſt an uns halten werden,“ bemerkte Alfred.’

„Ausgenommen, wenn Sie in ein Gefecht mit einem Feinde gerathen, denn dann werde ich mich in einer ehrfurchtsvollen Entfernung halten, Herr Alfred,“ ent⸗ gegnete Capitän Wilſon lachend.

„Das iſt natürlich. Kanonenkugeln wurden nicht für Damen erfunden, obſchon ſie keine Einwendung ge⸗ gen Bälle haben*). Nicht wahr Emma? Gott behüte, nicht mehr. Du kannſt oft mit dem Fernglaſe mich ſehen, wenn Du Luſt dazu fühlſt.“

Alfred ſtieg in das Boot hinab und war bald am Bord des Portsmouth. Am folgenden Tage ſegelten

*) Das Wortſpiel bezieht ſich auf: kanon-bals(Kanon⸗

kugeln) und bale(Bälle).