ter, Wenige können den Muth haben, ſolch einen Schritt zu wagen, beſonders wenige Frauen. Ich werde hinüber kommen, um meine Verehrung zu be⸗ zeugen. In einer halben Stunde bin ich fertig, und Sie ſollen mich begleiten und einführen. In der Zwi⸗ ſchenzeit können Sie Ihre alten Kameraden ſprechen.“
Alfred verließ, von der Güte des Capitäns Lum⸗ ley ſehr geſchmeichelt, die Cajüte und trat zu ſeinen früheren Kameraden hinaus, mit welchen er zuſam⸗ men blieb, bis der Bootsmann pfiff, in die Capitäns⸗ barke hinabzuſteigen. Der Capitän kam nun auf das Verdeck, und gleich nachdem er gekommen war, befan⸗ den ſie ſich im Boote. Der Capitän folgte, und bald waren ſie auf dem„Kaufmann von London.“ Alfred führte Capitän Lumley bei ſeinem Vater und bei ſeiner Mutter ein, und nach Verlauf einer halben Stunde hatten ſie gegenſeitig Gefallen an ſich gefunden, und die vertrauteſte Freundſchaft war geſchloſſen, als Ca⸗ pitän Lumley bemerkte:
„Ich begreife, daß Ihnen der Beiſtand Ihres Sohnes bei Ihrer Ankunft in Canada nothwendig iſt; aber Sie können ihn dennoch von ſeiner Anweſenheit auf dieſem Schiffe dispenſiren. Der Grund dieſer Bemerkung iſt nicht, daß er den eingeſchlagenen Weg verlaſſen ſoll. Einer meiner Lieutnants wünſcht das Schiff wegen Familienangelegenheiten zu verlaſſen. Er hat mich um die Erlaubniß hiezu gebeten, und ich habe es für meine Pflicht gehalten, die Bitte ihm ab⸗ zuſchlagen, weil wir auf dem Punkte ſind, abzuſegeln, und weil es mir unmöglich iſt, einen andern herbeizu⸗ ſchaffen. Aber um Ihres Sohnes willen, will ich es ihm jetzt erlauben, und Alfred, wenn er an Bord des Portsmouth kommen will, die Lieutnantsſtelle übertra⸗ gen. Sollte ſich irgend etwas auf der Ueberfahrt er⸗ eignen, und dieſes iſt nicht unmöglich, ſo will ich ihm ſeine Beförderung zuſichern; es unterliegt keinem Zwei⸗
fel, daß ich ſeine Anſtellungsordre beſtätigt erhalte.


