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Die Ansiedler in Canada / von Capitän Marryat ; nach dem Englischen bearbeitet von Ludwig Hauff
Entstehung
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meine Schulden zu bezahlen. Dieß iſt es, was mich ſo unglücklich macht. Ich kann mich nicht überwinden, es ihm zu ſagen, weil ich überzeugt bin, daß er ſo ehrenwerth iſt, ſie bezahlen zu wollen. Ich ging mit mir ſelbſt zu Rathe, aber in der That weiß ich nicht, was ich thun ſoll. Ich thue nichts, als daß ich mir alle Tage Vorwürfe mache, und ich kann bei Nacht nicht ſchlafen. Ich war ſehr thöricht, aber ich bin über⸗

zeugt, daß Du meine gegenwärtigen Gefühle freundlich beurtheilen wirſt. Ich wartete, bis Du nach Hauſe kamſt, weil ich wußte, Du könnteſt über die Sache beſſer mit dem Vater ſprechen und daß ich vor Scham und Qual ſterben würde.

Sieh, Heinrich, entgegnete Alfred,ein Ueber⸗ ſchreiten des Gewöhnlichen, wie wir es hier ſehen, iſt ein wahrhaft gemeines Ding, und wenn man Alles be⸗ trachtet, ſo darf man deßwegen keinen großen Gram haben, wenn Du annimmſt, daß Du den Willen und den Vorſatz hatteſt, zu bezahlen; laß Dir das nicht ſo am Herzen liegen. Ich glaube in der That, daß Du Deine rechte Hand darum geben würdeſt, nicht ſo ge⸗ handelt zu haben, weil ſich die Umſtände jetzt ſo ge⸗ wendet haben. Aber dennoch iſt kein Grund dazu vor⸗ handen, ſich deßhalb ſo ſehr zu grämen. Ich habe eine dreijährige Löhnung erhalten, und das Priſengeld für die letzten achtzehn Monate, und es gebührt mir noch mehr für einen franzöſiſchen Kaper. Alles zuſammen beläuft ſich auf zweihundertfünfzig Pfund, welche ich meinem Vater zum Geſchenk geben wollte, da er jetzt unter dem Winde iſt. Aber ich will es nun anders machen; ich gebe ſie entweder Dir, um Deine Schulden zu bezahlen, oder ich gebe ſie ihm, damit er es thut,

wenn Du es nicht thun willſt; hier iſt es; nimm, was Du brauchſt, und händige mir den Reſt ein. Der Va⸗ ter weiß nicht, daß ich Geld habe, und er ſoll es auch jeßn nicht erfahren, ſo wenig als daß Du Schulden haß 11

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