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Du hätteſt beſſer gethan, ſie aufzuſuchen; ſie ſind ſehr
angſtlich, Dich zu ſehen.“
„Ich will es, Mutter, laſſen Sie uns über das
Umarmen und Küſſen los gehen, und dann werden wir
vernünftig ſeyn, wenn Gott will, für eine halbe Stunde,“ ſagte Alfred, indem er ſeine Mutter wiederholt küßte, und dann aus dem Zimmer eilte.
„Sein Geiſt iſt jedenfalls nicht niedergedrückt,“ bemerkte Mrs. Campbell;„ich danke Gott dafür!“
Alfred fand bald ſeinen Bruder und ſeine Couſi⸗ nen, Mary und Emma, und als das Umarmen und Küſſen vorüber war, ſtellte er Fragen über den wirkli⸗ chen Stand der Angelegenheiten ſeines Vaters. Nach einer kurzen ÜUnterredung ſagte Heinrich, deſ⸗ ſen Geiſt ſehr niedergedrückt war:
„Mary und Emma, vielleicht wollt Ihr hineinge⸗ hen; ich wünſche, mit Alfred allein zu ſprechen.“
„Heinrich, Du biſt ſehr betrübt,“ bemerkte Alfred, nachdem ſich ſeine Couſinen entfernt hatten.„Stehen die Dinge wirklich ſo ſchlimm?“
„Sie ſtehen ſchlimm genug, Alfred; aber was meinen Geiſt ſo ſehr niederdrückt, iſt das, daß ich fürchte, meine Thorheit habe es ſchlimmer gemacht.“
„Wie ſo?“ entgegnete Alfred.
„Die Sache iſt, daß mein Vater bloß ſiebzehn⸗ hundert Pfund hat, eine Summe, die gering genug iſt, um in der Welt zu leben; aber was mich bekümmert, iſt dieſes. Als ich im Colleg war und nicht an eine ſolche Wandelung des Glücks dachte, da anticipirte ich meinen Jahresgehalt, weil ich glaubte, ich würde ihn zu Weihnachten bezahlen können, und ich machte eine Schuld von zweihundert Pfund. Mein Vater ermahnte mich immer, den mir ausgeſetzten Jahresgehalt nicht zu überſchreiten, und dennoch that ich es. Jetzt kann ich den Gedanken nicht ertragen, in dem Colleg Schul⸗ den zu haben, und zu gleicher Zeit meinem Vater einen harten Schlag zu verſetzen, indem ich ihm zumuthe,


