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Die Ansiedler in Canada / von Capitän Marryat ; nach dem Englischen bearbeitet von Ludwig Hauff
Entstehung
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Das hängt von unſerm Gegner ab. Er kann alle rückſtändigen Renten verlangen, und wenn er es thut, ſind wir mehr als Bettler. Indeſſen, Gottes Wille geſchehe; ſollen wir allein Gutes empfangen und nicht auch Schlimmes?

Laß uns hoffen, mein Theurer, entgegnete Mrs. Campbell in liebevollem Tone;laß uns auf das Beſte hoffen!

Wie wenig erkennen wir, ſtockblinde Sterbliche, die wir ſind, was für uns gut iſt, bemerkte Herr Campbell.Hat nicht dieſe Erbſchaft verurſacht, daß ich mein Geſchäft als Wundarzt aufgab, was in aller Ehrbarkeit einen hinreichenden Unterhalt für meine

Kinder gewährte; nun verlieren meine Kinder, was ich geſät habe. Ich bin zu alt, um mein Geſchäft wieder aufzunehmen, und wenn ich es thäte, haben nicht die Umſtände die Praxis geändert, die ich hatte. Du ſiehſt, daß das, was uns als das einzige und höchſte Glück im Leben erſchien, ſich als das Gegentheil bewährte.

So weit, als unſer beſchränkter Geſichtskreis über die Dinge uns urtheilen läßt, räume ich es ein, ent⸗ gegnete Mrs. Campbell.Aber wer weiß es, was ſich ereignet haben möchte, wenn wir im Beſitze geblieben wären. Alles iſt verborgen vor unſerm Blicke. Er thut, was Er das Beſte für uns hält, und an uns iſt es, uns mit Ergebung zu unterwerfen. Komm, mein Theuerſter, laß uns hinaus gehen, die Luft iſt friſch und wird Deine geröthete Stirne kühlen.

Zwei Tage nach dieſer Unterredung traf ein Brief von Herrn Harrwey ein und ſetzte ihn in Kenntniß, daß er von dem Entſchluſſe Herrn Campbells, auf das Gut ohne weiteren Streit zu verzichten, dem Gegner Nachricht gegeben habe, daß die Erwiderung deſſelben ſehr ehrenwerth ſey, daß er nicht im Sinne habe, irgend einen Anſpruch wegen der rückſtändigen Renten zu ma⸗ chen und bitte, daß Herr Campbell und Familie Wer⸗ ton⸗Hall für drei Monate als zu ihrer Verfügung ge⸗

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