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Die Ansiedler in Canada / von Capitän Marryat ; nach dem Englischen bearbeitet von Ludwig Hauff
Entstehung
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mißbraucht, vielmehr in guten Stand geſetzt, und wenn es der Wille des Himmels iſt, daß wir deſſelben be⸗ raubt werden ſollen, ſo laß uns die Ueberzeugung ha⸗ ben, daß wir gewiſſenhaft und gerecht handelten und daß Er uns in dem, was wir ferner zu ertragen ha⸗ ben, Troſt verleihen wird. 4 Ich will auf der Stelle ſchreiben, entgegnete Herr Campbell,und Herrn Harrwey benachrichtigen, daß ich nur ſo lange geſtritten habe, als die Sache zweifelhaft erſchien, daß ich aber jetzt, nachdem er mich benachrichtigt, daß mein Gegner geſetzlicher Erbe ſey, bitte, daß jede weitere Procedur unterbleibe, und daß

ich geſonnen bin, ihm unverzüglich den Beſitz abzu⸗

treten.

Thue das, mein Theurer, entgegnete ſeine Gat⸗ tin, indem ſie ihn umarmte.Mögen wir auch arm ſeyn, ſo habe ich doch das Vertrauen, daß wir immer noch glücklich ſeyn werden.

Herr Campbell ſetzte ſich nieder, ſchrieb einen Brief

mit Inſtructionen an ſeinen Anwalt, ſiegelte denſelben

und ſchickte damit einen Diener auf die Poſt.

Sobald der Diener die Thüre des Zimmers ge⸗ ſchloſſen hatte, bedeckte Herr Campbell ſein Geſicht mit ſeinen Händen. 5

Es iſt in der That eine ſchwere Prüfung, ſagte Mrs. Campbell, indem ſie ihre Hand auf ihren Gatten legte,aber Du haſt Deine Pflicht gethan.

Ich ſorge nicht für mich ſelbſt; ich denke an meine Kinder.

Dieſe müſſen arbeiten, verſetzte Mrs. Campbell; Beſchäftigung iſt Glück.

Ja, das geht wohl für die Knaben; aber dieſe armen Mädchen! Welche Ausſicht bleibt ihnen?

Ich hoffe, daß dieſe nicht ſo ſchlimm daran ſind, Campbell, und daß ſie ſich mit Ergebung fügen und für uns eine Quelle der Zufriedenheit ſeyn werden. Ueberdieß ſind wir ja nicht abſolute Bettler.