10
auf daſſelbe verwendet werden, wenn ſich ſein Werth vergrößern ſollte.
Das ganze reiche Einkommen des Herrn Camp⸗ bell wurde nützlich und vortheilhaft verwendet, und der in ſeinen Glücksumſtänden eingetretene Wechſel hatte alſo am meiſten die Ausſichten ſeiner Kinder geändert. Heinrich, der älteſte, welcher für das Geſchäft ſeines Vaters beſtimmt war, wurde zuerſt in eine Privat⸗ Erziehungs⸗Anſtalt und dann in ein Colleg gebracht. Alfred, der zweite Knabe, hatte das Seeweſen ſich aus⸗ erkoren und am Bord einer ſchönen Fregatte ſich einge⸗ ſchifft. Die beiden andern Knaben, der eine Percival genannt, erſt zwei Jahre alt, als ſein Vater Beſitz von dem Erbgute ergriff, und der andere, John, welcher erſt wenige Monate alt war, blieben zu Hauſe und erhiel⸗ ten ihre Erziehung von einem jungen Geiſtlichen, wel⸗ cher in der Nähe von Hall wohnte, während eine Gou⸗ vernante für Mary und Emma Percival, zwei wahr⸗ haft ſchöne und verſtändige Mädchen, beſtimmt wor⸗ den war.
So war der Stand der Dinge, als Herr Camp⸗ bell zehn Jahre im Beſitz von Wexton war, und als eines Tages Herr Harrwey, der Chef der Firma, welche ihm ſeine Erbfolge in das Gut angekündigt hatte, ge⸗
meldet wurde.
Herr Harrwey kam, um ihn in Kenntniß zu ſetzen, daß ein Reclamant erſchienen ſey, er gab ihm Kunde von deſſen Abſicht, eine Kanzlei⸗Bill zur Erlangung des Guts zu erwirken, indem er, wie er behaupte, der Sohn der Perſon ſey, welche als Präſumtiv⸗Erbe betrachtet worden und die man ſo manche Jahre für todt gehal⸗ ten habe. Herr Harrwey bemerkte, daß, obgleich er es für ſeine Pflicht erachtet, Herrn Campbell von dieſem Umſtande in Kenntniß zu ſetzen, er denſelben als eine Sache ohne alle Folge betrachte, und daß, aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach, durch dieſelbe ein Betrug verſucht werde, der von irgend einem Winkeladvokaten ausgehe,


