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Guter Rath ist Geldes werth : eine Erzählung für die Jugend / von Friederike v. Marées
Entstehung
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Sie war verſchwunden, und, erlöſt davon, glänzten ſie wie neu dem Feiertag entgegen. Als die freundlichen Geſichter des Vikars und ſeiner lieblichen Gattin wie ein Lenzesgruß durch die offene Thüre guckten, ſaß die Familie einmüthig um den Topf mit dampfenden Kartoffeln. Alleſammt hatten ſie die Hände zum Gebet gefalten, welches der Hausvater mit frommer Andacht ſprach.

Amen, rief es herein.Aber nun ruhig geſpeiſt, ſprach der Angekommene,und wenn Ihr genug habt, er⸗ laubt einen paar Wandersleuten, Eure Gäſte zu ſein. Sie ſind hungrig geworden von dem Marſch in der warmen Frühlingsluft.

Wenn Ihr guten Appetit und keine Anſprüche mitbringt, dann theilt unſere geringe Koſt, erwiederte Bethy, wäh⸗ rend Bill und die älteren Kinder verlegene Geſichter machten.

Wir werden Euerm Mahle alle Ehre anthun!

Und ſo geſchah es. Das ſelbſt gebackene, lockere Brod, die dampfenden Kartoffeln dazu, das friſche Quellwaſſer, welches Petrik herbeiholte, mundeten den Städtern trefflich. Selbſt der kleine Reſt Whisky dünkte dem Vikar, der ein mäßiger Mann, aber kein Mitglied eines Mäßigkeitsvereins war, nach dem Spaziergange ein köſtlicher Labetrunk.

Soll man, darf man dieſen paradieſiſchen Frieden ſtören? fragte der Vikar ſeine Ehehälfte, die er nach dem Tiſchgebet auf die Seite genommen.Vermögen wir Ihnen Beſſeres und Erſatz für Das, was ſie aufgeben, zu bieten?

Wohl ſollte man ſich nicht eigenmächtig in das Geſchick der Nebenmenſchen eindrängen. Es iſt nicht immer gut und