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Guter Rath ist Geldes werth : eine Erzählung für die Jugend / von Friederike v. Marées
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deſſen Verwandten geſorgt und getrauert; ſie vergaßen nie⸗ mals, den ſchwergeprüften Mann in ihr frommes Gebet mit einzuſchließen; ſie jauchzten jetzt freudig auf, als ſie deſſen Geneſung erfahren hatten. Keinem von Beiden kam es in den Sinn, daß Edward Marriſon und die Seinen ſich ihre Schuldner wähnten. Sie hatten es nicht bemerkt, wenn der Vikar darauf hindeutete, daß ſie einſt ihre Hütte mit einem andern Wohnſitz vertauſchen würden, und es war ihnen nicht aufgefallen, daß der Farmer, in deſſen Dienſt ſie ſtanden, ihnen den Sonntag vor dem heiligen Oſterfeſte die Arbeit erließ. Sie erkannten dankbar dieſe rückſichts⸗ volle Güte und benutzten den freien Tag zur Säuberung der Hütte, zur feſttäglichen Ausſchmückung derſelben, zur Vorbereitung einer innern und äußern Oſterfeier.

Es war ein herrlicher Apriltag. Der Frühling hatte mit ſeinem warmen Odem die Graſerſpitzen herausgelockt. Sie lagen wie ein zartes, durchſichtiges Gewebe ausgebrei⸗ tet über der Erde. Die Lenzesſonne liebäugelte und koſete mit den ſchwellenden Blätterknospen, die ſich ihr entgegen⸗ drängten; die Bächlein und Quellen ſchwatzten und die Luft war mit Duft und Klängen erfüllt; hie und da guckten zwiſchen dem dunkelgrünen Epheu, welcher Bills Hütte umſchlang, deſſen Blätter durch das Alter ſchon ihre zackige Form eingebüßt hatten, ein zarter, hellgrüner Trieb hervor und gab ihm das Anſehen friſchen Lebens. Drinnen aber in der Hütte fanden die Frühlingsſonnen, ſtrahlend, durch⸗ dringend wie die Blicke einer tüchtigen Hausſrau, keine Erinnerung mehr an den Winterſtaub und an die Schmutzes⸗ hülle, die der Rauch über die ärmlichen Möbels geworfen.