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Guter Rath ist Geldes werth : eine Erzählung für die Jugend / von Friederike v. Marées
Entstehung
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Elftes Kapitel.

In Bills und Bethy's ärmlicher Hütte hatte ſich ebenſo wenig verändert, als in ihrer Lebens⸗ und Denkungsweiſe. Der wachſende Wohlſtand hatte ſie weder läſſiger in ihrer Pflichterfüllung gemacht, noch ihre Bedürfniſſe geſteigert. Mit inniger Dankbarkeit gegen den Geber Alles Guten ge⸗ noſſen ſie jetzt Sonntags ihr Stück geräuchertes Schweine⸗ fleiſch zu den Kartoffeln und ein Schnittchen geſundes Brodes fehlte bei keiner Mahlzeit mehr. Die herangewach⸗ ſenen Ferken berechtigten zu neuen Hoffnungen; aber die Pläne, die ſie darauf gründeten, ſtiegen keineswegs ſo hoch in die Luft, als die jenes Milchmädchens, welches, beſchäf⸗ tigt mit dem vorzeitigen Bau ihres Schloſſes, nicht daran dachte, daß ſie den Milchkrug auf dem Kopfe trug, gegen einen Baum rannte, ihn, der alle ihre Hoffnungen barg, zerbrach, und ſo das Kind mit dem Bade verſchüttete. Eine neue Decke vertrat jetzt die Stelle der alten; dieſe war den Kindern als Erbtheil zugefallen. Reinlichkeit und Ordnung gaben dem Raume, in welchem Genügſamkeit und Zufrieden⸗ heit walteten, ein behaglicheres Anſehen, als mancher mit eleganten Möbels ausſtaffirte Salon, in welchem jene fehlen.

Der Vikar, der mit ſeiner wackern Hausfrau zuweilen in Bills Hütte einkehrte, um das Thun und Treiben der Familie zu beobachten, hatte mit Freuden dies wahrgenom⸗ men. Voll aufrichtiger Theilnahme hatten Bill und Bethy das Geſchick Edward Marriſons verfolgt; ſie hatten mit

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