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ſehen mit Erſtaunen die Netze der Fiſcher ſich mit den köſt⸗ lichen Bewohnern der blauen Fluthen füllen. Es ergreift uns indeß eine tiefe Wehmuth, wenn wir bedenken, wie wenig das Volk geeignet iſt, die Schätze zu verwerthen, welche der Herr in ſeiner Gnade über dieſes Land ausgeſchüttet hat. Wo die Natur ſo freigiebig iſt, wo der Boden ungepflegt ſo viel hervorbringt, als wir zum Leben bedürfen, was haben wir da noch nöthig, unſere Kräfte zu vergeuden? ſo denkt der leichtſinnige, träge und doch poetiſche Irländer. Mit Stolz nennt er ſein Vaterland das grüne Erin. Es iſt indeß dies Bewußtſein, dieſe Anerkennung des Schönen und Guten kein ächtes Vaterlandsgefühl, keine treue und innige An⸗ hänglichkeit an die Scholle, auf welchen Großältern und Aeltern, auf welcher ſie ſelbſt geboren ſind, auf welcher ſie Freud' und Leid erlebt haben. Haben ſie dieſe ausgebeutet, dann ziehen ſie weiter, ſie verlaſſen Wiege und Gräber mit Gleichgültigkeit. Wie ſie nichts thun, das Land zu veredeln, ſich ſelbſt zu bilden, ſich treiben zu laſſen von den Bewegun⸗ gen der Zeit, wie ſie leicht und gedankenlos von einem Tage zum andern hinſchlendern, ſo wird ihnen das Entſagen und Entbehren nicht ſchwer.
Sie machen keine Anſprüche, jede Bequemlichkeit iſt ihnen fremd; und wie dem Engländer die Bequemlichkeit der Com⸗ fort,(ein unüberſetzbares Wort) Alles iſt, ſo begnügt ſich der Irländer mit dem Geringſten. Sucht er ſich doch kaum gegen die Elemente zu ſchützen. Er ißt und trinkt, um das Leben zu friſten; will er ſich erheben, dann iſt der Whiskey, (Branntwein) ſein beſter, aber auch gefährlichſter Freund. Heiter von Natur, macht der übermäßige Genuß deſſelben,


