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Guter Rath ist Geldes werth : eine Erzählung für die Jugend / von Friederike v. Marées
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allerlei Merkwürdigkeiten zu ſehen ſind, als in die Hütten der Armuth. Weiſe Lehren und weitläufige Auseinander⸗ ſetzungen langweilen Euch, Ihr zieht es gewiß vor, durch ein Beiſpiel das Gute zu erfahren. Darum verzeiht mir den Kunſtgriff und folgt mir ohne Vorurtheil auf den Schau⸗ platz, auf welchem ſich das junge Ehepaar Bill und Betſy bewegen. Die Namen Bill und Betſy deuten es Euch ge⸗ nugſam an, daß wir nicht in unſerm lieben Vaterlande ge⸗ blieben ſind. Wir haben uns mit fortreißen laſſen von dem herrſchenden Zeitgeiſte. Angeſteckt von unſeren Zeitgenoſſen, verlaſſen wir unſer theures Vaterland, das ſo viel Schönes und Gutes bietet. Geſegnet durch ein geſundes Klima, be⸗ herrſcht von edlen Fürſten, regiert durch weiſe Geſetze, blühen Handel und Gewerbe, Künſte und VWiſſenſchaften, entwickelt ſich Edles und Großes. Dennoch wollen wir hinaus in die

Fremde. Indeß, wir folgen nicht jenen unruhigen Touriſten,

die raſtlos von einer großen Stadt zur andern jagen, von einer berühmten Gegend zur andern ziehen. Wir gehen nicht in jene viel beſuchte Länder, die alleſammt einander immer ähnlicher werden, alle Nationalität verlieren. Wir ſuchen eine Inſel auf, die meiſtens nur forſchende Reiſende an⸗ lockt; ſolche, die nicht aus Vergnügungsſucht, die durch Wiſſensdurſt aus der Heimath getrieben werden. Ohne die Bequemlichkeiten, welche größere Städte bieten, zu vermiſſen, durchwandeln wir zunächſt die Fluren eines Landes, bei deſſen erſten Anblick Wilhelm III. ausrief:Dieſes Land iſt werth, daß man es ſich erkämpfe.

Wir verweilen gern bei den romantiſchen Buchten, welche die Natur größtentheils ohne Menſchenhülfe geſchaffen. Wir