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Die weiße Rose : Roman aus der englischen Geschichte / von August Maquet ; aus dem Französischen von Georg Jäger
Entstehung
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Fryon richtete ſich gewaltſam, mit entſtelltem An⸗ geſicht auf. 4

Hört Ihr, ſagte er,die Kriegsknechte König Heinrichs? O! geht nicht zu nahe ans Fenſter; flieht, ſag' ich Euch, flieht, wenn es noch Zeit iſt!

Aber, was gibt es, Fryon? Was gibt es?

Ach, Prinzeſſin, der König wußte um Alles, be⸗ lauerte Alles, er ſucht uns, er hat uns, hört Ihr?

Man hörte wirklich im untern Stock lautes Waf⸗ fengetös; Soldaten waren ins Haus gedrungen, und waren eben daran, die Diener der Herzogin feſtzuneh⸗ n der niederzuſtoßen; ſchon kamen ſte die Treppe

erauf.

Und Richard? jammerte die arme Frau,wo iſt Richard?

Fryon ging auf das Fenſter zu, das nach der Themſe ſah; er öffnete und ſagte haſtig, zu Katha⸗ rina gewendet:

Euch, gnädige Frau, werden ſte ſchonen; mich würde man aufknüpfen! Der Himmel iſt mein Zeuge, daß ich mehr als meine Pflicht gethan! Lebt wohl, Gott ſei mit Euch!

Er ſchwang ſich hinaus und, an der weit vor⸗

ſpringenden Dachrinne mit beiden Händen ſich feſt⸗

haltend, hing er über dem Abgrund und harrte, von außen durch den Nebel unſtchtbar, des Augenblicks, wo er ohne Gefahr ſich hinabſtürzen könnte.

Die Soldaten drangen herein. Ein Offizier von der Palaſtwache erklärte der Herzogin, daß ſie ſeine Gefangene ſei. Die Andern ſuchten den Mitſchul⸗ digen. Aber Fryon ließ, ſobald er unten nichts mehr