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wollt Ihr Lady Katharina wieder ſehen, oder wollt Ihr nicht? Lady Katharina, welche, muthvoller als Ihr, Mylord, die Gefahr des Unternehmens theilen, mit Euch, Hoheit, leben und ſterben will, und Euch in dieſem Entſchluß nächſten Dienstag, in dem Hauſe am Ufer der Themſe erwartet?“
„Katharina!“ rief Richard wie von Licht über⸗ goſſen.„O! ich werde kommen!“
„Das war geſprochen!— Kommt Euer Schließer
nicht jeden Morgen, zwiſchen Sechs und Sieben, nach Euch zu ſehen?“
„Ja.
„Die Nächte ſind lang in gegenwärtiger Jahres⸗ zeit; um ſieben Uhr iſt noch finſtere Nacht und dichter Nebel. Wir haben Alles in Rechnung genommen. Am Dienstag alſo, um ſieben Uhr— die Börſe oder den Dolch. Läßt er durch das erſte Mittel ſich über⸗ zeugen, ſo nehmt ihn doch immerhin mit und laßt ihn das andere ſehen. Er wird es übrigens ſelber für paſſend halten, nicht hier zu bleiben, nachdem er Euch entfliehen ließ. Er wird uns folgen, wie ſeine beiden andern Amtsgenoſſen, ſowie drei handfeſte Kerle, auf deren Ruderfertigkeit ich mich verlaſſen kann; ſie wiſſen, warum. Uebrigens iſt es auch möglich, daß es dieſer verzweifelten Mittel gar nicht bedarf. Der König kann Euch immer noch dem Geſandten aus⸗ liefern.“.
„Ich rechne nicht darauf,“ ſagte der Prinz.
„Ich auch nicht, wenn ich es geſtehen ſoll, My⸗
lord. Alſo, am Dienstag; der Erſte, der Euch beim
Austritt aus dem Tower die Hand küſſen wird, bin ich; verſeht Euch nicht an mir!“


