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Die weiße Rose : Roman aus der englischen Geschichte / von August Maquet ; aus dem Französischen von Georg Jäger
Entstehung
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Noch nicht, noch nicht, Mylord; weigert er ſich, ſo bringt Ihr zwei wirkſame Mittel in Anwendung: Ueberredung und Gewalt; hier ſind ſie.

Eine Börſe? und hier einen Dolch?

Ganz recht. Wenn Ihr mir glauben wollt, ſo bietet ihm nicht erſt lange die Börſe an, ſondern zeigt ihm lieber gleich das andere.

Er wird ſchreien!

Das thut er nur, wenn Ihr es nicht hindern wollt. Iſt der Mann unſchädlich, ſo nehmt Ihr ſeine Schlüſſel, Ihr kommt an die Treppe, wo unſer erſter Wächter Euch erwartet, um Euch dem zwei⸗ ten zu übergeben, der Euch zu mir führen wird, den Ihr auf ſeinem Poſten, an der äußern Ecke der Umfaſſungsmauer des Tower finden werdet.

Einen Menſchen umbringen, Fryon! murmelte Richard vor ſich hin,meine Hände beflecken mit un⸗ ſchuldigem Blut!

Nicht ſo unſchuldig als Ihr glaubt, Mylord. Ich hätte Euch das gern erſpart, ſehr gern, wahrhaf⸗

tig; aber Ihr begreift wohl, daß ich mich nicht wie⸗

der hier herein wagen darf; zweimal nach einander in die Mauſefalle! Fryon!... das wäre unverzeihlich,

und der König Heinrich VII. würde über ſeinen ehe⸗

maligen Geheimſchreiber gar zu herzlich lachen. Be⸗ denket, ich bilde mir nicht wenig auf die Heldenthat ein, daß ich dieß eine Mal hereingekommen bin. O, Fryon! die Freiheit ſo zu erkaufen! Mylord, Ihr ſeid wirklich zartfühlender als der fragliche Schließer. Er würde nicht ſo viel Umſtände machen, wenn ſein gnädiger Souverän ihm den Auf⸗ trag ertheilte, Euch hier zu ſtranguliren. Indeſſen